Geduld

Du bist nicht meine Stärke!

Ich geb´s ja zu.

Darum durfte ich wohl lange mit dir üben.

*

Was für ein Lehrmeister,

wenn ich z. B. am liebsten schon vor einigen Jahren gesund und kraftvoll gewesen wäre.

Der Kopf hat seine eigene Zeitvorstellung, wie die Dinge zu laufen haben.

Doch tief im Herzen fühle ich,

dass es sich in guten Bahnen bewegt,

dass das göttliche Timing sicherlich perfekt,

wenn auch schwer nachvollziehbar ist.

*

Wachsam die Augen offen halten

für das Ping-Pong-Spiel mit dem Universum.

Es findet auch in der Schwäche, im Schmerz und in der Krankheit statt.

Wir können nie außerhalb des Lebensflusses sein!

*

Nur manchmal fehlt uns die richtige Perspektive,

die vielleicht gar nicht in ein kleines Leben hineinpasst,

sondern einen Ausgleich aus vielen früheren Leben betrifft.

Auch das darf sich lösen.

Das Alte geht, wenn wir es fühlen und erlauben.

*

geschrieben im Juli 2016

 

Nicht jeder

Libelle

Nicht jeder, der fällt, ist ein Gefallener.

Manchmal ist er ein Finder, der den Schatz aus dem Schlamm holt, in den bisher noch niemand hineingegriffen hat, weil…

Wer macht sich schon gerne die Hände schmutzig!

*

Nicht jeder, der fliegt, ist ein Erwachter.

Manchmal hat er nur vergessen, wo seine Wurzeln in diesem Erdendasein sind und schillert im kalten Licht, traumwandlerisch auf dem versteckten Seil.

Wer gibt schon gerne zu, dass er sich geirrt hat!

*

Nicht jeder, der sich auf den Weg macht, ist ein Pilger.

Manchmal hat er einfach eine Marktlücke entdeckt und verkauft seine Seele unter den Wandernden.

Wer geht freiwillig in die Knie, um sich selbst zu begegnen?

*

Nicht jeder, der dies liest, hat keine eigenen Worte.

Manchmal sind sie verschollen hinter Mauern kalter Tage und schlafloser Nächte, als Kind.

Wer taut sie auf, damit neues Leben sprießt?

***

geschrieben im Juni 2016

Verhinderer

 

Verhinderer

Seitdem mich mein Schmerzgeschehen täglich leiblich begleitet,

wächst in mir die Frage:

„Bremse ich mich selbst aus,

(Selbstsabbotageprogramm, unbewusster Selbsthass, Karma…)

oder kommt diese Verhinderer-Energie von außen.?“

(Energien, die mich von einem Schritt in eine neue Richtung abhalten wollen…)

Es ist nicht zum 1. Mal, dass sich etwas ereignet

– vor oder nach einem neuen Schritt –

was mich in alte Unbeweglichkeit zurückdrängen möchte.

  • Wie subtil wirken solche Materialisierungskräfte?
  • Wo und wie kann ich dafür Verantwortung übernehmen?
  • Womit setzt man so etwas außer Kraft, gibt ihm keine neue Energie mehr?

„Ich bin Forscherin auf meiner eigenen Lebensreise und habe mehr Fragen als Antworten… “ sagt der Verstand.

Das Herz fühlt, dass es auf dem richtigen Weg ist und nichts und niemand kann es aufhalten. Es geschieht… vielleicht sogar schneller durch diese Dunkelerfahrungen. Wer weiß?

Stillezeiten,

Langsamkeit, Achtsamkeit, Geduld,

Intuition schärfen,

Liebe annehmen,

Freude vertiefen

Vielleicht ist das gerade das Wichtigste, was es zu lernen gilt?

Nur der Verstand wählt einen anderen Weg.

*

S T I L L E

*

Es geschieht und nichts und niemand kann es verhindern.

* * *

geschrieben im Juni 2016

Versteck-Spiel

Versteckspiel

„Ich will MEINS leben!“ ruft es in mir.

Der Teil „Ich-trau-mich-nicht“ ist auch da.

Was habe ich zu verlieren?

Was reitet mich da?

Wer hält mich klein?

Warum zeige ich mich nicht so, wie ich bin?

Hier ist mein Schatten – den hat doch jeder.

Hier ist mein Licht – das scheint in allen.

Warum ist es dennoch so schwer?

*

Ich will mich nicht mehr verstecken.

Das Leben findet draußen statt.

Es wird mir irgendwann den Tod bringen.

So endet das Spiel auf dem Planeten Erde nun mal.

*

„Stirb-und-werde“ habe ich schon so oft geübt.

*

MenschSEIN kosten ist Dualität.

Göttlichkeit leben ist EINSSEIN.

Da schwingt es hin und her.

Klein UND groß zu SEIN vertieft mein Lebensgefühl.

*

Den Schatten im Herzen wiegen wie ein Kind.

Den Widerstand spüren und daran wachsen.

In diesem Aufbäumen und Zusammenfallen die Kraft entdecken

und vor ihr nicht erschrecken.

*

Die Bedrohung da draußen bin ich selbst!

Sie ist der Teil von mir, den ich immer noch unter Verschluss halte.

Es wird Zeit ihn anzuschaun, anzunehmen, mich meiner Wahrheit zu stellen.

Ich bin Täter-Opfer-Retter,

wenn ich meine dieses Spiel immernoch spielen zu müssen.

*

He Du!

Du bist ein Teil von mir.

Du bist in meinem Feld, so wie ich in deinem bin.

Lehne mich ab – und du lehnst dich ab.

Verurteile mich – und du verurteilst dich.

Achte mich – und du achtest dich.

*

Wovor haben wir Angst?

All unsere Alpträume sind Vergangenheit,

sind zu Kompost und Dünger für die neuen Pflanzen im Leben geworden.

*

Ich lasse los… vertraue.

Warte nicht mehr.

Es ist immer JETZT!

*

Leben erfülle mich!

Nicht mein Wille sondern der deine geschehe.

Du bist so viel größer als ich ahne.

Ich öffne mich,

gebe mich hin.

*

Da bin ich!

JETZT

Lasse mich finden.

JA

*

S T I L L E

***

geschrieben im Juni 2016

 

Umleitung

Das Leben war gnädig mit mir und hat mich den Umzug wunderbar durchziehen lassen. Erst als alle Kisten ausgepackt, die Ämtergänge erledigt waren und ich zur Verschönerung meines Wohnumfeldes gewechselt hatte, kam dieser STOP.

Ich wollte den angenehmen Wollteppich in meine Couchecke platzieren, hob sitzend mit der Schulter die Couch an und schob den Teppich nach. 3 Couchbeine lang funktionierte diese Technik einwandfrei, doch beim Letzten geriet mein System aus den Fugen…

Schmerzhaft – das ist so eine Blockierung der Gelenke und Wirbel wohl immer – wurde ich in die Bewegungslosigkeit verbannt. Keine Körperhaltung war für längere Zeit angenehm und so griff ich freiwillig zu starken Schmerzmitteln, um wieder etwas schlafen zu können.

Helfer – medizinische, wie für den Haushalt – gingen aus und ein. Irgendwie war trotz meines Stillstands ein Fluss, der sehr stimmig um mich herumgleitete und mir den angekündigten Klinikaufenthalt ersparte. Ich konnte eine tiefe Liebe fühlen, in der selbst diese Erfahrung eingebettet war. Meine Intuition gab mir Impulse. Meine innere Stimme führte mich – wie Umleitungsschilder – neue Wege zum Ziel: schmerzfreie Bewegungsfähigkeit.

Ich landete auch in Emotionssackgassen (Hader, Zweifel, Nörgelei… oh, waren die tief vergraben gewesen) und existenziellen Fragen (Welchen Wert habe ich, wenn ich für niemanden etwas tun kann?… Darf ich so viel Hilfe überhaupt annehmen?… Werde ich wieder arbeitsfähig?…). Die Umleitungsschilder führten mich somit an alten Baustellen vorbei und machten mir einiges bewusst.

Als heute Nacht die Schmerzen plötzlich wieder schlimmer wurden, war ich mit meinem Wissen am Ende. Ich konnte nur noch loslassen. Es geschehe! Dieses „Stirb und Werde“ nimmt Ausmaße an, wo ich nur noch kapitulieren kann.

Dann sah ich im Geiste das Umleitungsschild. Es war nach oben verbogen und zeigte zum weglosen Weg. „Aha, fliegen müsste man können!“

Dabei fühle ich mich zu einem Stein mutiert, der langsam auf den Grund des Meeres gesunken ist und dort liegt und schläft. Er fühlt den Halt und die Geborgenheit und IST einfach.

Wie kann ich mein Gewicht abgeben, dass ich wie eine Luftblase nach oben steige?

Mir wird der Druck bewusst, den ich mit mir herumtrage, wie ich zu sein und zu funktionieren habe. Ich atme hinein, um diese alten Verprägungen loszulassen. Noch mehr erfüllt mich der Wunsch ganz so zu sein, wie ich wirklich bin. Das Leben hat mich so gewollt. Ich bin da und das alleine hat schon seinen Wert. Niemand teilt mir diesen zu. Wie konnte ich das nur glauben!?!

Ist Arbeitsfähigkeit im klassischen Sinn, denn das einzige Ziel in dieser Zeit?

Was, wenn das Leben mir eine ganz andere Erfahrung schenken will?

Bin ich offen dafür?

Ich darf alles annehmen, was mir das Leben zufließen lässt: Die freundschaftliche und professionelle Hilfe, die freie Lebenszeit, das Schmerzgeschehen, den nächsten Atemzug…

Ich darf mich jederzeit gut fühlen und wenn es mir nicht auf Anhieb gelingt, dann gibt es bestimmt eine Einstellung, die alles in einem anderen Licht scheinen lässt.

*

Mein Leben verläuft gerade wie in Zeitlupe

– stark verlangsamt und intensiver wahrnehmbar.

*

Vielleicht berühre ich ja schon das Unbekannte,

betrete es vorsichtig als sei es zerbrechlich,

wie eine Seifenblase auf der Wasseroberfläche.

*

Wer wagt sich in dieses Niemandsland?

Nur die, welche vom Leben durch diese Türe getragen werden.

*

Wahrhaftigkeit ist ein Schlüssel dazu

und die gibt es nicht ohne Mut.

*

Ich lausche der Melodie der Stille

und fühle meinen Anker im Urgrund.

*

! JETZT !

***

geschrieben im Mai 2016

 

Online-Auszeit

Ihr Lieben,

die letzten Tage und Wochen war ich intensiv mit dem Online-Raum und am Bildschirm beschäftigt. Es wird Zeit nicht nur meinen Augen eine Pause zu gönnen. Etwa 1 Woche habe ich mir vorgenommen, keine Medien (außer mein Telefon) zu benützen. Es darf wieder mehr STILLE Raum nehmen in meinem Leben.

Bis danach!

Herzliche Grüße

Heidrun

Nachdem jedoch 30 Beiträge auf´s Veröffentlichen warten, plane ich euch jeden Tag einen (geschrieben vor etwa 1 Jahr) ein. Ihr habt wie gewohnt einen täglichen Impuls. Wundert euch bitte nicht, wenn ich auf Kommentare erst 1 Woche später reagiere.

Glaubst du noch – oder fühlst du schon?

lebendig

Glaubst du noch, was dir andere erzählen,

oder fühlst du schon deine eigene Wahrheit?

*

Glaubst du noch, dass andere dein Leben bestimmen,

oder fühlst du schon, dass du eine Wahl hast, wohin du dein Leben lenken willst?

*

Glaubst du noch, an deine Krankheit,

oder fühlst du bereits den Umschwung, der durch deine Entscheidung, dein eigenes HeilSEIN zu ergründen und aufleuchten zu lassen, stattgefunden hat?

*

Glaubst du noch, dass deine Kindheit Schuld ist, dass du nicht lieben kannst,

oder fühlst du schon die Liebe, die du bist und die sich in der materiellen Welt spiegelt?

*

Glaubst du noch, dass „das System“ Macht über dich hat,

oder fühlst du schon deine Verantwortung für die Klärung deiner Innenräume?

*

Glaubst du noch, dass du kein besseres Leben verdient hast,

oder fühlst du schon, wie sich dein Leben zu deinem Wohl entfaltet – jeden Tag ein wenig mehr?

*

Glaubst du noch, dass der Traumpartner/ die Traumpartnerin das große Glück in dein Leben bringen wird,

oder fühlst du schon, dass du in jedem Augenblick glücklich sein kannst, wenn du JA dazu sagst, was gerade ist?

*

Glaubst du noch, dass du vom Schicksal bestraft worden bist,

oder fühlst du schon, dass gerade die dunklen Stunden und schweren Herausforderungen, dich deiner wahren Natur näher gebracht haben.

*

Glaubst du noch, …

oder fühlst du schon…

*

S T I L L E

*

Der Wandel Deines Lebens beginnt in dir.

*

Was glaubst du?

Was fühlst du?

Gefällt dir das, oder ist es liebevoller, etwas daran zu verändern?

*

Ich glaube,

dass du

die Liebe

fühlen,

aussenden

und empfangen

kannst,

die

in dir

schlummert.

*

Selbstliebe ist ein guter Anfang!

* * *