Heilsames Schreiben praktizeren

Tagebuch

1. Heilsames Schreiben an Tagen, an denen es mir nicht gut geht

Wann praktiziere ich heilsames Schreiben?

  • Wenn in mir ein Thema hochkommt, was ich noch nicht greifen kann, dann ist mein Tagebuch der Ort, an dem ich es einlade zu erscheinen.
  • Wenn Menschen und Situationen triggern, sich Auslöser summieren, meine Gedanken zu kreisen beginnen und die Emotionen Achterbahn fahren, dann ist ein leeres Blatt Papier und ein Stift meine 1. Hilfe-Medizin.

Wie praktiziere ich heilsames Schreiben?

Ich erlaube mir, dass ALLES seinen Ausdruck findet – unzensiert und frei. Wahrnehmen was ist, ist mein Fokus und das klärt sich, indem ich das Chaos annehme und ihm einen Raum gebe in meinem Tagebuch. Ob ich von einem Thema ins nächste hüpfe, Rechtschreibfehler mache oder einen miserablen Schreibstil habe, ist nicht von Bedeutung. Das Einzige, was zählt ist meine Wahrhaftigkeit. „Oh, so viel Wut ist da in mir!“ staune ich vielleicht. „Meine Güte, wieviel Schmerz entlädt sich denn jetzt!“ beobachte ich. „So einen ängstlichen Anteil nehme ich wahr!“ gestehe ich mir ein…

Was ist daran heilsam?

Indem ich mein Sosein annehme, leuchtet bereits mein Bewusstseinslicht darauf und leitet die Verwandlung durch Selbstannahme und Selbstliebe ein. Die Gefühle beruhigen sich, lösen sich meist sogar auf. Der Gedankenstrom bekommt eine Richtung und wird langsam weniger. Wenn mein mentales und emotionales Feld geklärt ist, dann steigen vielleicht Erkenntnisse und Lösungen auf, die ich vorher nicht sehen konnte.

Stell Dir vor, dass in Deinem Herzraum für ALLES ein Platz ist, was gerade bei Dir los ist. Du hüllst es ganz in die hohe Schwingung Deiner Liebe. Dort lösen sich alle niederen Frequenzen auf.

2. Heilsames Schreiben an Tagen, an denen es mir gut geht

Wann praktiziere ich heilsames Schreiben?

Ich habe es mir zur täglichen Aufgabe gemacht, am Morgen, nach meiner Meditation, ein paar Notizen in mein Tagebuch zu schreiben.

Wie praktiziere ich heilsames Schreiben?

Ich habe mir eine feste Struktur gegeben.

  1. Ich benenne, was ich in der Meditation praktiziert habe, welche Energiearbeit ich gemacht habe, welche Themen ich beleuchtet habe, welche Erfahrungen mir zuteil wurden. Manchmal sind das nur ein paar Abkürzungen für bestimmte Tools.
  2. Wenn da mehr Zeit ist, führe ich einen kürzeren oder längeren Dialog mit meiner Seele. Diese Quelle der Weisheit anzuzapfen gelingt manchmal ganz leicht und ein anderes Mal habe ich das Gefühl, ich wiederhole nur frühere Erkenntnisse. Wenn ich in unbekanntes Neuland vordringe und mir etwas komplett Neues bewusst gemacht wird, ist das ein zutiefst heilsamer Prozess.
  3. Manchmal notiere ich meine konkreten Tages-Erfolge, oder schreibe auf, wofür ich dankbar bin, um beides in meinem Leben zu verstärken.
  4. Ich segne das Geschriebene und bringe dadurch eine hohe, heilsame Energiefrequenz in all die Themen, die ich gestreift habe. Ich vertraue und lasse los. Alles möge sich zum höchsten Wohl aller entfalten.

Was ist daran heilsam?

Die tägliche Übung hilft mir meinen Fokus ausgerichtet zu halten, auf das, was gut läuft, was ich ins Leben wirklich einlade und was zu meinem Besten ist. So erfinde ich mich täglich neu. Ich glaube daran, auch wenn es vielleicht in meiner derzeitigen Realität noch nicht manifestiert ist.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich das anziehe, wofür ich mich magnetisch mache mit der richtigen Mischung aus Gedanken und Gefühlen. Eine regelmäßige Übung erschafft eine neue Wirklichkeit. Die Kombination aus Meditation, wo ich den weiten Raum (das Feld der Möglichkeiten) betrete und Schreiben, was mir hilft konkret zu werden, sind für mich zu einer Einheit von SEIN und TUN geworden.

Es kann auch vorkommen, dass meine Termine mein Morgenritual schmälern. Natürlich absolviere ich nicht täglich das volle Programm. Es geht hier auch nicht um Perfektionismus, sondern um eine liebevolle Neuausrichtung. Wenn ich sogar mehrere Tage mal darauf verzichten muss, dann holt mich diese Angewohnheit wieder ein. Gerne lasse ich mich darin nieder – manchmal alternativ vor dem Schlafengehen – und es bettet mich wohlig zur Nachtruhe.

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Welche Erfahrungen hast Du mit heilsamen Schreiben gemacht?

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