Meine Geschichte

Selbstportrait

Ich erzähle euch heute meine Geschichte!

Hm! Womit soll ich beginnen? Was wollt ihr hören?

Die Geschichte meiner Kindheit, meiner Ahnen, wo ich überall gelebt habe und wie?

Oder lieber ein paar meiner Liebesgeschichten? Die Romantischste zuerst? Da könnte ich sehr gefühlvolle Bilder in die Erinnerung rufen und euer Herz damit berühren.

Sollte ich wie bei einem Bewerbungsgespräch den beruflichen Lebenslauf in den Vordergrund rücken? Mit Fakten Klarheit schaffen und erst einmal eurem Verstand einige Schubladen zur Verfügung stellen?

Eine unendliche Geschichte habe ich auch im Repertoire, wenn ich meiner Seele das Wort erteile.

Nein, ich beginne mit meinen Träumen, den Gewesenen dieser Nacht und den Visionen von morgen. Denn sie sind doch das, was die Welt webt und wie wir sie dann erleben.

Vielleicht mache ich es so wie in den Nachrichten und erzähle nur alle Katastrophen, um euch Angst zu machen und das Leben als Feind zu deklarieren.

Jedoch könnte ich jedes Mal das Happy End hinzufügen, wie ich an den Herausforderungen gewachsen und gereift bin. Sie waren Entwicklungsbeschleuniger, wenn man sie von einem höheren Standpunkt aus betrachtet.

Seid mal ehrlich, ist es wirklich so toll eine Krankengeschichte zu lesen? Über alles zu jammern, was nicht so war, wie ich es mir vorgestellt habe?

Ich glaube, ich nehme meine Kinder! Denn Kindergeschichten sind so einfach und herzerfrischend, ehrlich und offen.

Oder erzähle ich das Wunder der einzigartigen Freundschaften, die mir das Leben geschenkt hat?

*

Und schon entfaltet sich von selbst eine Geschichte von Unentschlossenheit und vielen Möglichkeiten zu beginnen. Es sind die Formen, die wir wählen, mit denen wir uns identifizieren und die wir zu UNSERER Geschichte deklarieren.

Für mich stimmt das nicht mehr. Es gibt schon seit einigen Jahren den Prozess, all das los zu lassen und den Raum zu erforschen, in dem die Formen und Geschichten erscheinen. Vielleicht bin ich dort eher zu finden – in jener Wahrheit? Und sie könnte auch das Verbindungsglied zwischen dir und mir sein? Was, wenn du dich darin entdeckst und merkst, dass wir auf der gleichen Bühne sind? Wir spielen also, wenn wir es so betrachten wollen, in der selben Geschichte der Menschheit! Wie interessant! Wir sind alle miteinander verbunden!

*

Damit du nicht enttäuscht bist, wie „meine Geschichte“ endet….

Damit es sich doch gelohnt hat, bis hierher zu lesen und meinen Worten eine gewisse Aufmerksamkeit zu schenken, teile ich ein „Forschungsergebnis“ mit dir. Es zeigt mir nur, dass ich noch längst nicht alles weiß und unendlich viele Möglichkeiten offen sind, bis ich dieses Erdenkleid ablege.

Hier also (m)eine Geschichte, weil wir es so gewohnt sind:

Es war bei einem Meditationsabend. Der Leiter gab den Impuls: „Wir reisen heute zu unserem Wesenskern! Ihm stellen wir dann die Fragen, die gerade im Leben am dringlichsten sind und lauschen auf Antworten.“

Das war ganz nach meinem Geschmack und passend zu meinem Ent-Wicklungsprozess.

„Wer ist denn nun der Wesenskern? Und wo soll ich den finden?“ fragte mein Verstand.

„Lass dich darauf ein und sinke einfach in die Tiefe!“ klopfte mein Herz in Vorfreude.

Ich folgte den einleitenden Worten in die Trance, bis zu jener Stille in der jede/r selbst weiterreisen sollte.

Hatte mich mein Fokus zunächst nach innen-unten geführt und einen festen Punkt (Kern!) erwartet,  war ich umso erstaunter, als alles ganz weich wurde und sich ein Raum öffnete, der sich in mir und um mich herum weitete – vollkommen leer und lebendig zugleich. Überwältigt ließ ich einige Fragen, die ich mitgebracht hatte hineinfallen. Doch sie waren nicht mehr wichtig angesichts dieses Liebesfeldes, was mich pulste. Da gab es wirklich den Shift im Bewusstsein, den Wechsel und die Erkenntnis, dass ich nichts und alles zugleich bin. Ein heiliger Moment der Zeitlosigkeit.

*

S T I L L E

*

Wie es so üblich ist, wird man vom Leiter liebevoll zurückgeholt und ein Austausch über die Erfahrungen angeregt. Ich konnte nichts sagen und fühlte mich zu einem Erzengelkartendeck, was auf dem Tisch lag, hingezogen. Beim Mischen fiel mir eine Karte entgegen: „Alle Antworten werden zur rechten Zeit da sein.“

***

Nun wurde es ein Märchen.

Wer hätte das gedacht, als ich nach dem Aufwachen spontan mit dem Schreiben begann?

 

8 Gedanken zu “Meine Geschichte

    • Lieber Lu,
      deine Worte „zum Verweilen“ sind für mich ein Hinweis, dass du mit der tieferen Botschaft, die ich vermitteln wollte, in Kontakt gekommen bist. Das freut mich sehr!
      Es geht mir eben nicht um „meine Geschichte“ sondern, dass wir alle in diesem vibrierenden Liebesfeld eingebettet sind – mehr oder weniger bewusst zu manchen Zeiten. Ich halte es für evolutionär wichtig, sich dieses Feldes gewahr zu werden und es quasi aus dem stillen Hintergrund in den Vordergrund (ins Bewusstsein) zu heben. Dazu forsche ich und nehme ich andere gerne mit auf die Reise.

      Hab einen frühlingsbunten 1. Mai!
      In Dankbarkeit für dein Feedback
      Heidrun

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