Die Kunst im Alter glücklich zu sein

Heute gebe ich der Tanz-Künstlerin Anna Halprin das Wort.

Sie hat wahrlich Tanz-Geschichte geschrieben in ihren 97 Lebensjahren. Ende Juli 2017 hat sie in ihrem Mountain Home Studio in Kalifornien wieder einen Workshop geleitet.

Alle Achtung!

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„Ich empfinde eine beständige Liebe zum Tanz und zu seiner Fähigkeit, zu lehren, zu inspirieren, zu heilen und zu transformieren. Mein Leben lang habe ich mit Leidenschaft und Hingabe die Natur des Tanzes und die Frage erforscht, warum er als Lebenskraft so wichtig ist. Ich finde es außerordentlich spannend, meine tiefe Liebe zum Tanz mit ganz normalen und sehr unterschiedlichen Menschen zu teilen. Ihre einzigartige Kreativität inspiriert mich dazu, Tänze zu entwickeln, die aus unserem Leben heraus entstehen. Ich möchte Leben und Kunst ineinander verflechten, damit unser Leben sich so vertieft wie unsere Kunst wächst und unsere Kunst so wächst wie unser Leben sich vertieft.“

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„Während ich auf der Bank mit Blick über meinen Tanzboden sitze, entsteht eine Flut von Fragen. Was kommt jetzt? Wohin gehe ich? Wie sieht meine Arbeit heute aus, wo ich siebenundachtzig bin? Was tun alte Menschen in anderen Kulturen? Die Jugend lehren, Kranke heilen, sich um das Land kümmern, Rituale abhalten, mit den Ahnen sprechen und die Familie erhalten. Ich führe alle diese Aufgaben aus und rufe die Geister, wo immer sie sein mögen, was immer das bedeuten mag, und in welcher Form sie sich auch zeigen mögen, um mir weiter den Weg zu weisen in dieser Evolution des Tanzes, der ich mein Leben gewidmet habe. Ich glaube weiterhin an das strahlende Potenzial, das durch all diese Arbeit freigesetzt wird, in seiner Entwicklung von der Rebellion über Entfaltung bis hin zur Gemeinschaft, zum Heilen und wieder zurück zur Natur.“

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„Ich glaube, wenn mehr von uns in einer auf direkten Erfahrungen beruhenden Weise mit der Natur in Kontakt treten könnten, würde dies die Art, wie wir mit unserer Umwelt, uns selbst und anderen umgehen, verändern.“

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Ihre Webseite: https://www.annahalprin.org/workshops

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Aus Wikipedia zitiere ich über sie:

Ab Ende der 1970er-Jahre befasste sich Halprin vermehrt mit (selbst-)heilenden Aspekten des Tanzens. Sie gilt dabei als eine der Pionierinnen des expressive arts healing movement. Sie arbeitet in Tanzprogrammen gemeinsam mit unheilbar kranken Patienten und versucht so die Überzeugung zu vermitteln, dass die eigene tänzerische Bewegung heilende Kräfte freisetzen kann. In zwei fortlaufenden Workshops jeweils nur für Männer und für Frauen arbeitet Halprin extensiv mit AIDS-Kranken, andere Projekte hat sie mit an Krebs erkrankten Menschen durchgeführt. Zunehmend wurde auch das Altern und die Suche nach der Schönheit im Alter ein Thema in ihrer Arbeit.

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