Mehr Lektionen für Menschen mit CFS (chronische Erschöpfung)

Kristall

CFS hat mir letztendlich eine reiche Ernte beschert, die ich jetzt einfahre:

Lektion 1 – 4

*

Lektion 5: Entwickle eine Haltung der Dankbarkeit!

Gerade, weil Dir Gesundheit (noch) fehlt, ist es wichtig, den Fokus auf all das zu richten, was Du dennoch hast.

  • Danke, dass ich gut geschlafen habe.
  • Danke, dass ich heute schmerzfrei bin.
  • Danke, dass ich gehen, sprechen, beschwerdefrei atmen kann….
  • Danke, dass Freunde in meinem Leben sind, die mir gut tun.
  • Danke, dass die Wohnung warm und still ist.
  • Danke, dass ich heute Einkaufen gehen konnte und der Kühlschrank wieder voll ist.
  • Danke, dass ich gemerkt habe, was mir besonders gut tut und mich wirklich freut.

Dankbarkeit öffnet Dich für mehr von dem, wofür Du dankbar bist.

Praktiziere dies, so oft es geht. Am besten abends vor dem Schlafengehen und morgens vor dem Aufstehen.

*

Lektion 6: Achte auf Deine Gedanken!

Sag STOP zu alten Dramen und Horror-Vorstellungen für Deine Zukunft. Mach Dir Deine Gedanken bewusst. Lerne sie zu lenken.

Mir hat die Meditation dabei geholfen, leerer im Oberstübchen zu werden. Bewusst zu atmen und zu beobachten, was da ist, lässt den Gedankenstrom mit der Zeit verebben. Je höher Dein Energielevel ansteigt, umso leichter geht es. Also hab Geduld mit Dir. Es eilt nicht. CFS hat Dir sehr viel freie Zeit verschafft.

Irgendwann wirst auch Du ein neues Denken einladen.

*

Lektion 7: Was fühlst Du JETZT?

Wenn es so viel freie, stille Zeit in Deinem Leben gibt, kann es sein, dass sich Dein emotionales Feld meldet. Bei mir war es so, dass ich den Umgang mit sich öffnenden, emotionalen Energieblasen intensiv üben durfte.

Alles, was in Deinem Unterbewusstsein ruht, oder verdrängt wurde, kommt irgendwann ans Licht. Diese Auszeit durch CFS gibt Dir die Gelegenheit, alles zu fühlen, was sich zeigt – ohne in die Geschichten einzusteigen – und dann los zu lassen. Das setzt die Energie frei, die Du vorher benötigt hattest, um das Thema „unter dem Deckel“ zu halten.

Welch Befreiung!

*

Lektion 8: Keine Nachrichten hören oder sehen!

Ist Dir schon aufgefallen, wie viele negative Dinge in den Medien berichtet werden? Eine Fülle von Information strömt täglich auf Dich ein, wenn Du es zulässt. Du kannst es Dir nicht leisten, Dir negative Berichte über die ganze Welt rein zu ziehen. Du brauchst jetzt alle Kraft für Dich und DEIN Leben. Nimm Dich selbst wichtig! Lass das Weltgeschehen los. Finde zuerst zu Dir und Deiner Kraft. Wenn Du aus Deinem Überlebens-Modus draußen bist, dann kannst Du eine neue Entscheidung treffen.

*

Lektion 9: Es gibt viele Heilungs-Berichte – der nächste könnte Deiner sein!

Verbinde Dich mit dem Energie-Feld von HeilSEIN. (Absicht setzen)

Wochenlang habe ich mir diverse Heilungsberichte von verschiedenen „unheilbaren“ Krankheiten einverleibt. Natürlich lag mein Schwerpunkt dabei auf dem Umschwung zum HeilSEIN. Wie ist das gelungen? Wie haben die Menschen das geschafft?

Einen Heilungsbericht über CFS habe ich nicht gefunden. Daher nahm ich mir vor, einen zu schreiben, wenn es mir gelingen sollte, davon vollständig zu genesen. Möge er Dir Mut machen, wenn Du noch mittendrin in Deiner Reise bist.

Es gibt kostenlose Online-Kongresse, Heilungsberichte auf youtube, Bücher……..

Es hat gedauert, bis mein Verstand davon überzeugt war, dass auch ich heilen könnte. Als dieser Switch im Bewusstsein vollzogen war, bin ich damit gegangen:

„HeilSEIN ist meine wahre Natur!“

Mein Weg war es, eine Heil-Ausbildung zu machen, um noch mehr ins Feld von HeilSEIN in allen Lebensbereichen ein zu tauchen.

Für Dich kann das ganz anders sein.

* * *

Wie gehst DU in Verbindung mit deinem HeilSEIN?

Hättest Du gedacht, dass DEINE Erkrankung jede Menge Lernstoff enthält? Hast Du schon etwas davon erkannt? Hast Du Fragen dazu?

*

Ich schenke Dir wieder eine Pause. Weitere Lektionen gibt es im nächsten Beitrag.

Ich habe viele frühere Blogbeiträge von mir verlinkt, falls Du tiefer in ein Thema einsteigen möchtest.

 

 

 

13 Gedanken zu “Mehr Lektionen für Menschen mit CFS (chronische Erschöpfung)

  1. Liebe Heidrun,

    danke, dass du hier nochmal notierst, was du alles aus ME/CFS gelernt hast! Es deckt sich voll und ganz mit meinen Erfahrungen, auch wenn ich noch ein bisschen drinstecke… Aber ich war am Wochenende für 3 Tage Langlaufen! Und sehr, sehr dankbar, dass ich das wieder machen kann – auch wenn ich noch mehr lernen muss, Pausen zu machen, selbst wenn kein anderer aus der Gruppe gerade eine braucht… irgendwann werde ich auch das gelernt haben…

    Ich bin gespannt,was du noch schreiben wirst…

    Liebe Grüße!
    Carola 🙂

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    • Liebe Carola,
      wie schön, dass Du schon wieder kleine sportliche Einheiten mitmachen kannst. Das ist ein wunderbares Zeichen, dass es bei Dir auch aufwärts geht.
      Es kommen noch ein paar Lektionen… Wahrscheinlich findest Du Dich in allen irgendwie wieder.
      Sei herzlich gegrüßt
      von Heidrun

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      • Ich muss lachen wegen der „kleinen“ sportlichen Einheiten, weil ich gerade mal zusammengerechnet habe, was ich gemacht hab: an 2,5 Tagen bin ich fast 45 km gelaufen – das war mir so gar nicht bewusst… aber das war leider echt zu viel… aber das Wetter war soooo schön… danach ging´s mir schlecht, aber ist ja kein Wunder… Ich freue mich auf deine nächsten Lektionen! 🙂 Herzliche Grüße zurück!

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      • Okey, das war viieel. Ich kenn das zu gut: Wenn die Freude lockte u. mal Kraft da war, dann hab ich diese Grenze auch überschritten und lag dann tagelang wieder flach. Doch die Erfahrung war es wert! Und der Raum weitete sich!
        Und tut es noch.
        Ein Lächeln für Dich
        von Heidrun

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      • 🙂 🙂 🙂 Das tut richtig gut, dass Du das so siehst, dass es die Erfahrung wert war… danke!! Weil ich mir Vorwürfe gemacht habe… Ein erleichtertes, breites, dankbares Lächeln für Dich zurück, liebe Heidrun! 🙂

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      • Liebe Carola,
        einfach spielerisch die Grenzen ausprobieren und dabei Spaß haben, was bei CFS eben KEINE Selbstverständlichkeit ist!

        Meist ist da Schwere und Müdigkeit. Wenn Du dann doch mal in Fahrt kommst und in die Freude, dann ist das ein Highlight und macht das Leben wieder lebenswert. Das ist auch einige Tage Couching danach Wert. 😉 Findest Du nicht auch?

        In jedem Fall – ob Du auf Nummer sicher gehst, oder mal draufgängerischer bist – sind Vorwürfe zu streichen. Das ist der Punkt, den Du in der „Pause danach“ verabschieden könntest.
        „Was ist der Standpunkt, der mir jetzt Freude bereitet? Was ist JETZT liebevoll für mich?“ Diese Fragen führen zu mehr HeilSEIN, als die alte Angewohnheit sich Vorwürfe zu machen.
        Du hast Spaß erlebt. Das ist wie Sonnenschein nach wochenlangem Nebelwetter!

        Ich freu mich für Dich!
        Herzlich Heidrun

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      • „Couching“ hab´ich ja auch noch nie gehört… gefällt mir! Und du hast völlig recht, wenn ich´s recht bedenke: Es war´s wert und ich würde es wieder so machen – (und mich trauen, mehr Pausen einzulegen, auch gegen den Willen meiner „Mitläufer“… 😉 )

        Dass du ME/CFS und spielerische Aspekte verbindest, tut so gut!!!! Ich versuche mir Selbstmitgefühl zu geben und das ist ja im Prinzip die Frage: Was ist jetzt liebevoll für mich? – aber es ist so angenehm, es alles nicht so ernst zu nehmen – tausend Dank für die Inspiration, liebe Heidrun!!! 🙂
        Liebe Grüße!
        Carola

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  2. Wiederum sehr interessante Lektionen, liebe Heidrun, als Korollare zu deiner CFS …

    Teilweise decken sie sich mit solchen, die ich vor Jahren, als ich selbst einen heftigen Burn-out hatte und in Folge ein Jahr lang nicht mehr arbeiten konnte, in Büchern von Jon Kabat-Zinn entdeckte.

    Zum Beispiel das mit den Nachrichten. Ein sehr zweischneidiges Schwert, denn einerseits tut es einem natürlich gut, andererseits entfallen wichtige Gesprächsthemen mit den Mitmenschen…

    Liebe Morgengrüße vom Lu

    Gefällt 2 Personen

    • Lieber Lu,

      mir ist bewusst, dass diese Lerninhalte sicher schon andere Menschen beschrieben haben. Doch als eigene ERFAHRUNG im Genesungsprozess fühlt es sich nochmals ganz anders an. Wenn ich diese Themen benenne, merke ich, dass ich sie wirklich verinnerlicht habe. Sie sind zu MEINER Wahrheit geworden. Dadurch entsteht dieses wertschätzende Gefühl für diese Art von Herausforderung.
      Wenn es mir gelingt, Dich und andere Leser mit zu nehmen, die eigene vergangene oder gegenwärtige Herausforderung nicht mehr als Versagen, Fehler, Makel im Lebenslauf….. zu sehen, sondern anerkennen zu können, was wir alles daraus lernen konnten und können, dann haben diese Beiträge ihren Sinn erfüllt.

      Sind negative Nachrichten wirklich so wichtige Gesprächsthemen?

      Herzliche Grüße zurück
      von Heidrun

      Gefällt 1 Person

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